|
Zu nächst muss man sagen, dass es einen Standard im herkömmlichen Sinne
von Schönheit nicht unbedingt gibt und nicht gewollt ist. Der Patterdale
Terrier wird nicht nach Schönheit selektiert, sondern nach seiner
Leistung und Gebrauchsfähigkeit was bisher ein Überzüchten verhindert
hat.
Somit
ist gegeben, dass die Hunde in Aussehen und Größe zum Teil abweichen.
Hier kommt es auf das jeweilige Zuchtziel und die Zuchtrichtung an, bei
denen die Jagdtauglichkeit an vorderster Stelle steht.
Die konsequente Selektierung und die daraus entstehenden Abweichungen
der einzelnen Hunde, sind vermutlich der Grund, warum der Patterdale
Terrier, genau wie der american Pit Bull Terrier, von deutschen
Verbänden und dem FCI
noch nicht als anerkannte
Rasse geführt werden.
Der Rasse tut das keinen Abbruch, im Gegenteil, man hat so noch einen
ursprünglichen Hund der nicht zum Modehund mutiert ist, weil man die
Schönheit über seine Arbeitseigenschaften und Ursprünglichkeit setzt.
Der Patterdale Terrier ist ein noch relativ ursprünglicher Hund, der so
wohl mit gutem Arbeitseigenschaften glänzt als auch damit, dass er ein
perfekter Familienhund ist.
Er ist sehr anhänglich, personenbezogen und kinderlieb.
Allgemeine Erscheinung:
Ein
harter kräftiger, aktiver kleiner Hund mit nicht zu großer Brust. Als
Arbeitsterrier muss er sich durch sehr enge Passagen unter der Erde
pressen können um dem Wild zu folgen. Der Hund misst zwischen 25 und 38
cm am Widerrist. Er soll einen kompakten Eindruck vermitteln.
Gewicht:
Das
Gewicht sollte proportional zum Körper sein und liegt zwischen 6 und 10
kg.
Kopf:
Kopf
und Schnauze sollen stark und kräftig sein.
Gebiss:
Starke
Zähne, kräftige Kiefer, Scheren und Zangengebiss.
Hals:
Mäßig
lang, stark und muskulös mit kräftigem Nacken
Fell:
Das
Fell ist glatt bis stichelhaarig. Die Hunde sollten ein dichtes und ehr
derbes Fell haben.
Das Fell ist wichtiger Schutz gegen nassen Boden und Gestrüpp.
Farbe:
Schwarz, rot, chocolate, schwarz-loh,
seltener grau,
bronze und black and tan.
Chocolate
farbene Hunde können eine Leberfarbene Nase (Red Nose) haben.
Des Öfteren haben die Hunde auch weiße Abzeichen an Füßen oder Brust.
Körper:
Der
Körper wirkt aktiv, die Brust sollte nicht zu groß sein (man sollte sie
hinter den Schultern mit durchschnittlich großen Händen umspannen
können). Der Rücken soll stark und gerade sein, er soll im Verhältnis
zur Größe des Terriers stehen.
Rute:
Die
Rute ist hoch angesetzt. Es wird ein Drittel der Rute kupiert*.
Die Länge soll in Proportion zum Körper sein, gewöhnlich ca. 12 bis 18
cm. Bei der Jagd können diese Terrier unter der Erde stecken bleiben. In
dieser Situation muss man sie ausgraben ehe sie ersticken oder an
Erschöpfung und Schock sterben. Der Schwanz ist manchmal das einzigste,
mit dem ein Patterdale herausgezogen werden kann, wenn er ausgegraben
werden muss.
*In
Deutschland ist das Kupieren der Rute oder sonst. Körperteilen verboten.
Ausgenommen Jagdhunde (§6 TierschG Abs.1Nr.1b) die jagdlich geführt
werden. Kupierte Welpen dürfen dann nur an Jäger oder Einrichtungen
vermittelt werden, in denen der Hund jagdlich arbeitet.
Rüden:
Rüden
sollen zwei Hoden haben, diese sollten völlig im Hodensack sein.
Fehler: Monorchismus/ Einhoder.
Quelle:
www.patterdaleterrier-germany.de
|