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Leider
werden immer wieder
Wolfshybriden angeboten mit unterschiedlichen Prozentangaben über deren
Zustandekommen man nur spekulieren oder raten kann. Da Keiner sagen kann welche
Gene sich durch setzen, also fortgepflanzt werden. Allein die erste Generation
( F1) kann mit 50% bestimmt werden, danach geht die Natur ihre eigenen Wege und
man kann sagen das Tiere mit unterschiedlich verteilten Genen fallen, was schlussfolgernd
auch einen unterschiedlichen Wolfsblutanteil bedeutet. So mit kann man von
statistischen Werten aus gehen, die keinerlei Aufschluss über einen genauen
Prozentsatz geben. Um das zu erreichen würde es einen Gentest erfordern. So ist
auch zu erklären das Tiere aus einem Wurf sehr unterschiedlich im Aussehen und
Verhalten sein können. Meist wird das Verhalten erst im Alter von zwei bis drei
Jahren "durch kommen" vor her kann man Verhaltensmuster erkennen die
dem von domestizierten Hunden sehr nahe sind.
Immer häufiger werden Tiere angeboten, deren Herkunft und Ahnen nicht bekannt
sind (meist sind es Tiere wo überhaupt kein Wolf eingekreuzt worden ist oder nur
sehr wenig Wolfsblutanteil vorhanden ist), aber genau diese Tiere werden als
unproblematisch und liebenswert dar gestellt, weil ihre Erzeuger so auf
abenteuerliche Weise Geld am belogenen Interessenten verdienen wollen. Bitterer
Beigeschmack ist, das interessierten Menschen erzählt wird, das Hybriden und
Wolfsmischlinge so mit die besseren Haushunde seien. Es gibt Menschen, die gern
einen Wolf ihr Eigen
nennen möchten. Das sind dann die Menschen, denen eine der anerkannten
Wolfhunderassen nicht aus reicht, weil ihnen der statistische Anteil an
Wolfsblut zu niedrig ist. Somit orientieren sie sich in die verschiedensten
Richtungen um an einen so genannten "hochprozentigen Hybriden" zu kommen. Meist
kommen diese Tiere aus den USA. Hier werden dann dem Interessenten Märchen von
anerkannten Wolfshunden aus dem USA erzählt, bei denen man die Ahnen angeblich lückenlos
nach weißen kann. Sicher ist das in einzelnen Fällen auch möglich, da es auch in
den USA seriöse und verantwortungsbewusste Züchter von Wolfsmixen gibt. Jedoch
haben diese Züchter wenig Interesse den deutschen oder europäischen Markt mit
ihren Tieren zu überschwämmen. Andere hingegen, deklarieren ihre Tiere mit abenteuerlichsten Rassenamen, so
das sie professionell und legal klingen.
Diese Leute arbeiten verstärkt mit
"Hundehändlern" aus Europa zusammen und sorgen so für einen Gewinn bringenden
Absatz ihrer Tiere. Dem Interessenten
verspricht man
Ahnennachweiße die angeblich von anerkannten Institutionen erstellt worden
sind.
Das halten wir für Irreführung, da ein Wolfdog nun mal ein Wolfdog ist und es
keine offiziellen Institutionen/Verbände gibt in denen die einzelnen Tiere
registriert und nach Rassen geteilt sind.
Fraglich sind auch gesundheitliche Auswertungen wie z.B. HD oder PRA, hier wird
den Leuten glaubend gemacht das die Tiere frei sein von evt. Krankheiten. Da es
sich bei solchen Tieren auch um Caniden handelt, können die selben Krankheiten
zum Tragen kommen die wir von anderen Hunderassen schon kennen. Und erst recht
wenn der Mensch seine Finger im Spiel hat. Von daher ist es Blödsinn und einfach
nur falsch solch eine Aussage zu treffen.
Sehr oft wird sich auf das Argument der Generationen berufen, ab der
vierten Generation (F4) der Hund deklariert wird, was ja so nicht falsch ist ,
aber bei einem Tier ohne verbindlichen Nachweis kann nun mal Keiner (außer der
Züchter selber) sagen welche
Generation das Tier ist.
Die
Haltung und die Zucht von Hybriden und Wolfsmischlingen ist
genehmigungspflichtig. Wölfe und ihre Nachkommen (also
auch Hybriden und Mischlinge) stehen unter Artenschutz (Washingtoner
Artenschutzübereinkommen) für ihre Haltung benötigt man eine so genannte
CITES- Bescheinigung.
Gemäß
§ 10 Abs. 2 BArtSchV ist das Halten dieser Kreuzungen gegenüber der zuständigen
Landesbehörde anzuzeigen. Es genügt, wenn ein Elternteil nach Anhang 2 des WA
geschützt ist. Nach deutschem Recht handelt es sich hierbei um besonders geschützte
Tiere im Sinne des § 20e BNatSchG.
Dabei
kommt es nicht auf den Anteil Wolf einer Wolf-Hund-Kreuzung an, da jeder Hybride
ein geschütztes Exemplar darstellt. Laut Bundesamt für Naturschutz und nach
Auffassung der wissenschaftlichen Behörde des Übereinkommens ist die
Hybridenform bei abnehmendem Wolfsanteil auch als nicht domestiziert anzusehen,
da Domestikation durch einen genetischen Verlust von Wildtiermerkmalen
gekennzeichnet ist, der einst über Hunderte Generationen hinweg erreicht wurde.
Dementsprechend sind vom Gesetzgeber strenge Richtlinien erlassen worden.
Es
gibt anerkannte Wolfshunderassen (wie z.B. Tschechoslowakischer Wolfshund, Saarloos
Wolfshund) die man mit Hybriden und Wolfsmischlingen nicht vergleichen kann und
sollte. Durch jahrelange nachweisliche und kontrollierte Zucht, wurden über
Generationen diese Rassen von der FCI und den Behörden der jeweiligen Länder
als "Hunderasse" anerkannt. Und es gibt nicht anerkannte
Wolfshunde die ebenfalls über die Jahre von verantwortungsbewussten Züchtern
(z.B. in den USA) selektiert worden sind genau so wie es aber auch Wolfshunde
gibt, bei denen man sich keine Gedanken über Selektion machte und nur den
materiellen Aspekt sieht.
Leider
gibt es verantwortungslose Menschen, die gerade diese Tiere da zu nutzen um sie
mit anerkannten Wolfhunderassen zu kreuzen. Sie versuchen so ihre illegale
Vorgehensweise über eine anerkannte Rasse zu legalisieren und sorgen dafür,
das Mischlinge die den äußeren Anschein eines Tschechoslowakischen oder
Saarloos Wolfshund haben in die Reinzucht fließen können.
Ihre Begründung ist
meist die, das man bei Wolfshunden keine kontrollierte und Reinzucht betreiben
sollte, da dies in ihren Augen keinen Sinn macht, in gewisser Weise ist es auch
so, da eine Reinzucht, wenn nicht bedacht und selektiv betrieben auch das Ende
einer Rasse bedeuten kann.
Aber unabhängig davon, macht es wiederum keinen Sinn für solche Zuchten auf eine
anerkannte Rasse zu greifen, um so Tiere zu "produzieren", die den Anforderungen
und spezifischen Merkmalen der anerkannten Rassen nicht gerecht werden. Man
provoziert so ein Mischen von Tieren mit unterschiedlichen Wesens und
Charaktereigenschaften und bewegt sich züchterisch rückwärts, da das Aussehen
nicht der alleinige Grund für eine Zucht sein sollte. Bei der kontrollierten
Zucht hingegen, werden die Tiere u.a. auch auf Gesundheit untersucht, es gibt
rechtlich beglaubigte
Ahnennachweise, sodass man weiß welche Tiere die Vorfahren sind. Mit einem
Wolfshund ( z. B. aus den USA ) ist der Nachweis nicht immer gegeben und was noch
schlimmer ist, man vermischt Tiere in eine bestehende Rasse die in dieser keine
Berechtigung hat. Die "Produzenten" solcher Tiere geben vor, etwas
Gutes für die Hunde und deren Fortbestand tun
zu wollen, letztlich aber tragen sie gewollt oder ungewollt da zu bei eine existierende
anerkannte Rasse zu schwächen, oder gar komplett zu verändern. Wer
solche nichtanerkannte Mischlinge mit Tieren einer bestehenden anerkannten Rasse verpaart
und sich dann auch noch beglaubigte Ahnenennachweise über eine anerkannte
Wolfhunderasse verschafft, handelt nicht nur verantwortungslos, sondern
auch betrügerisch. Somit schadet man den Wolfshunden allgemein, weil man sich illegal
"beglaubigter Dokumente" bedient und zu feige ist zu Dem was man tut zu stehen.
Von den Lügen und Verharmlosungen die etwaigen Interessenten oftmals erzählt
werden ganz ab gesehen. Oftmals werden auch Argumente gebracht die sich gegen eine kontrollierte
Reinzucht richten, wie z.B. das Ahnennachweise (Papiere) nicht erforderlich
sein, da man Hunde verkauft und keine teueren Papiere. Nun, auf den ersten Blick
klingt solch ein Argument nobel und man bekommt den Eindruck das man wirklich
für die Tiere da ist. Dieses Argument, ist zu mindest ehrlicher als sich mit
Papieren zu schmücken, die man sich illegal ergaunert hat. Hier stellt sich auch
die Frage, warum man für seine Tiere Papiere von einer Rasse benötigt die man
eigentlich nicht haben will. Ich habe kein Problem damit, wenn Jemand denkt
hochprozentigere Tiere züchten zu müssen, solange er auch offen dazu steht, das
was er tut verantwortet und nicht die bestehenden anerkannten Wolfhunderassen
dazu missbraucht. Natürlich sind solche
Mischlinge oft teuerer als die Tiere mit richtigem Ahnennachweisen. Dies wird
dann wiederum damit begründ, dass es sich um die besseren Hunde handelt. Es soll so gar Vertreter dieser Zunft geben, die bezeichnen ihre Mischlinge
als die "Krönung" der Wolfshunde. Auch habe ich schon solche
Argumente gehört, das die so genannten amerikanischen Wolfshunde einfach und
unkompliziert zu halten wären, da sie so gut wie keinen Bewegungs- und
Beschäftigungsdrang haben. Welch ein honorenter Blödsinn, allein wenn man sich
vor Augen hält welche Einzugsgebiete ein Wolfsrudel beansprucht. Offensichtlich
vergessen diese Leute, dass sie es mit intelligenten
Säugetieren zu tun haben die gerade wegen ihrer Intelligenz sehr schnell
unterfordert und nicht aus gelastet sind. Von Einigen (ich bezeichne diese
Leute rein weg als Spinner und Egoisten), wird sehr oft das Argument des
Arbeitshundes an geführt, den man in der heutigen Zeit nicht mehr braucht.
Dabei bezieht man "Arbeitshund" auf Schutzhundesport.
Das
ist sehr engstirnig und zeugt von wenig Kenntnis von dem was man Interessenten
versucht glaubend zu machen. Fakt ist, wenn ich ein Tier halte, hat es
natürliche Bedürfnisse die ich ihm auch gestatten muss und sollte, da es aber
in unserer Gesellschaft nicht möglich ist den Tieren freien Lauf zu lassen,
sollte man ihre natürlichen Bedürfnisse und Veranlagungen in solche Bahnen
lenken die "gesellschaftsfähig" sind und der Art des Tieres gerecht
werden. Das ist nicht allein der Schutzhundesport sondern es gibt eine Vielzahl
von "Arbeiten" die der Hund machen kann und der Halter so mit seine
nat. Anlagen fördern kann...
Aber,
man sollte nie vergessen, das man die natürlichen Anlagen eines solchen Tieres
nie zu 100% aus lasten und fördern kann... es wäre vermessen besser als die
Natur sein zu wollen.
Für
mich sind Menschen die Hybriden halten und dann solch einen
Schwachsinn über Haltung und Wesen von sich geben einfach bedauernswerte
Geschöpfe einer noch bedauernswerteren Welt. Da die meisten sich als
Experten aufspielen, sollten sie es eigentlich besser wissen.
Ich
finde es sehr schade, das man hier nicht weiter denkt als bis zur eigenen
Nasenspitze. Für mich gehören Wölfe in Freiheit und nicht in die Hände von
egozentrischen Fanatikern. Allein wenn man bedenkt was man den Tieren damit an
tut, nur um sein Ego zu befriedigen, das finde ich abartig und sinnlos und hat mit
Tierschutz oder Tierliebe nicht viel zu tun.
Ich
werde die Welt nicht ändern können, es wird immer irgend welche Menschen
geben, die in ihrer unendlichen Arroganz nicht verstehen wie die Uhren der Natur
ticken, und wenn es schon so ist wie es ist, sollten sich aber genau diese
Menschen überlegen, wie so es Hunderassen mit angelegtem Zuchtziel gibt und ob es notwendig ist die
bestehenden Rassen mit ihrem egoistischen Denken und Handeln zu verseuchen.
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