Ob und wie ein TWH arbeitet hängt in erster Linie von seinem Besitzer ab.
Ich will damit sagen, es kommt darauf an sich intensiv mit dem Hund zu befassen und vor allem herauszufinden wozu sich der Hund überhaupt eignet.
Es ist doch hier nicht anders als bei uns Menschen, der Eine kann dies besser und der Andere jenes.
Mit dem TWH verhält es sich nicht anders.
Wenn man aber alles was der TWH macht mit so genannten "wölfischem Urverhalten"
begründet und so mit ein Alibi sucht um mit ihm nicht arbeiten zu müssen, kommen solche Vorurteile auf,
dass der TWH nicht arbeitsfähig ist. |
Wir haben
vier TWH, und betreiben mit ihnen im SGSV
aktiven Hundesport. Wobei jeder der Hunde
individuell anders veranlagt zum Arbeiten ist.
Unser Rüden
Chakka arbeitet in BH, Fährte, Agility und auch Schutzdienst (VPG, IPO). Er ist sehr ruhig und ausgeglichen und besitzt von Hause aus einen
relativ hohen Schutz- u. Beutetrieb.
Chakka ist ein Hund, der sehr vielseitig einsetzbar ist.
Mit Cheyenne, arbeiten wir im Agilitybereich, in der Unterordnung und der Fährtenarbeit.
Sie steht immer sehr unter Spannung und kann es kaum erwarten gefordert zu werden.
Chamook arbeitet in der Unterordnung, Agility und auch Fährte. Auch sie ist mit einer gewissen
Überschwänglichkeit bei der Sache
und gibt einem das auch sehr deutlich zu verstehen.
Und da ist noch Belke, er ist der Jüngste im Bunde und weiß noch nicht
so genau wozu er sich eignen soll. Seine Veranlagungen sind gut aber eben
noch nicht eindeutig genug für uns zu erkennen. Wir denken aber das er
sich gut für die Fährtenarbeit eignen würde, da er den Kopf meistens am
Boden hat um gerüchliche Eindrücke zu sammeln. Unterordnung ist so weit
auch kein Problem bei ihm und auch im Agilitybereich oder Ähnlichem sollte
es möglich sein mit ihm zu arbeiten.
Das Arbeiten mit einem Hund sollte jedoch nicht
damit verwechselt werden, das man der Meinung ist, mit einem Ausdauerlauf
der sich lediglich darauf beschränkt den Hund am Fahrrad laufen zu
lassen, einen Arbeitsnachweis zu besitzen. Leider ist es so das einige
Besitzer wirklich der Meinung sind das ein 40 km und 70 km Ausdauerlauf,
der für einen TWH kein Problem ist, eine Arbeitsprüfung darstellt nur um
sich mit ihm in der Gebrauchshundeklasse auf Ausstellungen präsentieren
zu können.
Wir werden den TWH nicht so abwerten, im
Gegenteil, ein TWH ist sehr wohl in der Lage eine richtige national und
international anerkannte Arbeitsprüfung,die wären VPG, IPO und
Rettungshundeflächensuche, wie sie für seine Ansiedlung in der FCI
Gruppe1 Hüte und Treibhunde Abt. ARBEITSHUNDE gefordert ist, ab zu legen.
Weit anspruchsvoller, aussagekräftiger und dem
Sinn näher kommend wären dann schon Arbeiten wie z.B. Fährte oder
Mantrail, (selbst die Unterordnung in Form einer BH ist alle mal
aussagekräftiger) wo der Hund auch selbständiges Handeln und
Agieren in Gemeinschaft mit dem Hundeführer zeigen muss. Ihn hinter oder
neben einem Fahrrad her zu ziehen ist für uns nur lächerlich, zu mal so
was dann auch noch als Arbeitsprüfung deklariert wird. Fahrrad fahren ist
maximal als konditionelle Beschäftigung für Hund und Halter an zu sehen,
ist aber weit von arbeiten im Sinne einer Arbeitsprüfung entfernt.
Als Züchter und Halter dieser wunderbaren Rasse
identifizieren wir uns mit ihr, somit liegt es uns fern sie in eine
Schublade zu pressen die nichts anderes aussagt, als das der TWH nicht in
der Lage ist eine richtige national und international anerkannte
Arbeitsprüfung ab zu legen. Aber auch hier ist es wie immer im Leben, das
Geltungsbedürfnis einiger Menschen macht vor dem Abwerten der Tiere die
sie selber besitzen keinen Halt.
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Mit dem TWH kann man genau die selben Dinge machen wie mit einem anderen Hund.
Sicher muss man mehr Ausdauer und Geduld in die Erziehung und das Arbeiten mit ihm stecken – was aber nicht heißt,
wie vielerorts fälschlich erwähnt, dass der TWH sich zu Nichts eignet.Mit einem Schäferhund ist der TWH, was die Ausbildung betrifft nicht zu
vergleichen.
Ein TWH kann alles das was ein Schäferhund leistet auch. Er wird aber in
bestimmten Dingen die wir von ihm verlangen keinen Sinn erkennen. Der TWH
ist in seinem Wesen noch sehr urtümlich und so mit noch mehr auf die Natur
eingestellt. Seine sehr hohe Intelligenz und seine ihm noch sehr nahen natürlichen Urinstinkte,
erfordern im Umgang mit ihm eine doch etwas andere Herangehensweise als
mit den "herkömmlichen Arbeitsrassen"
Wir erwarten bzw. fordern von unseren Hunden meistens das, was nicht in ihrer Natur liegt und für sie unlogisch erscheint.
Und genau das ist der Punkt beim TWH, er braucht uns nicht um klar zu kommen, er kann die Dinge für sich auch ohne uns klären und lösen,
da er ein sehr hohes Problemlösungsverhalten zeigt. Also sollte man beim
TWH bereit sein sich stärker auf ihn ein zu stellen und bei der
Ausbildung und Erziehung mehr Geduld aufbringen .

Viele Hundefreunde anderer Rassen kennen das nicht, weil sie mit Tieren arbeiten,
die über die Jahre dafür selektiert worden sind, z.B. Deutscher Schäferhund.
Das heißt, der
Deutsche Schäferhund und auch viele andere Rassen lernen im "Vorbeigehen",
weil sie spezifisch da hin gezüchtet und gefördert worden. Der TWH ist
kein
"Spezialist" in dem Sinne , sondern er ist mehr ein "Allrounder" wenn man
es versteht ihn richtig zu führen und die richtige Bindung zu ihm findet.
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